München. - Im Rahmen eines Kunstprojekts werden an rund 40 Standorten in ganz München weiße Flaggen auf den Tag der Befreiung hinweisen, der sich am 30. April 2020 zum 75. Mal jährt.

Unter den weiß beflaggten Orten wird auch das Einstein 28 sein, der größte eigene Standort der Münchner Volkshochschule am Max-Weber-Platz mit seinen drei Fahnenmasten vor der Fassade zur Einsteinstraße.

„Am 30. April 1945 endete die Herrschaft des Nationalsozialismus in München. Dieser Tag der Befreiung durch die Amerikaner ist ein wichtiges Datum der demokratischen Erinnerungskultur, das uns zugleich dazu ermahnt, die offene Gesellschaft und die liberale Demokratie zu verteidigen“, sagt Dr. Susanne May, Programmdirektorin der Münchner Volkshochschule.

Corona-bedingt mussten zahlreiche geplante Veranstaltungen leider abgesagt werden, darunter der Festakt, den die Landeshauptstadt München in Kooperation mit dem Freistaat Bayern geplant hatte.

Da auch die kulturgeschichtlichen Museen und das NS-Dokumentationszentrum München derzeit geschlossen sein müssen, verlagert sich das Gedenken und Erinnern stark in den digitalen Bereich. Um auch eine Sichtbarkeit im Stadtraum zu schaffen, wird die Stadt München beflaggen. Zusätzlich zu den hoheitlichen Flaggen wird das Kunstprojekt „Weiße Fahnen für Frieden und Freiheit“ u.a. durch die weißen Fahnen im öffentlichen Raum an das historische Datum erinnern.
(Quelle: Münchner Volkshochschule)

Weitere Informationen:
www.mvhs.de
www.muenchen.de/kulturreferat
www.tagderbefreiung.online
www.kz-gedenkstaette-dachau.de (ab 3.5.20 in überarbeiteter Version abrufbar)

  • Am 30. April 1945 endete in München die Diktatur der Nationalsozialisten mit dem Einmarsch der Rainbow Divison der US-Army. Bereits am 29. April 1945 war das KZ Dachau befreit worden, am 8. Mai 1945 war der Zweite Weltkrieg am Schauplatz Europa zu Ende. Im Foto: Das Münchner Rathaus mit weißer Beflaggung. Foto: © Kulturreferat München
  • Weiße Fahnen zum Tag der Befreiung. Foto: © Kulturreferat München

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