Der Zink ist nicht nur eines der wichtigsten Blasinstrumente des 15. Bis 17 Jahrhunderts, es ist auch technisch eines der schwer zu erlernenden und übungsintensivsten Musikinstrumente der Renaissance.
Mit der aus Leipzig stammenden Zinkvirtuosin Friederike Otto kommt eine echte Ausnahmemusikerin nach Schloß Wernsdorf und lädt zu einem Vortrag und Konzert in den historischen Konzertsaal des Kulturschlosses ein.
In der von Männern dominierten europäischen Spitze der Zinkvirtuosen hat sie sich als Frau ganz besonders erfolgreich etabliert. Der Zink war vom 15. bis zur Mitte des 17.Jahrhunderts eines der wichtigsten Instrumente. Er hatte den Ruf, die menschliche Stimme besonders gut imitieren zu können. Schon seit dem Spätmittelalter bezeugt, wurden Zinken seit der Renaissance zunächst als Oberstimme zum Posaunen-Ensemble eingesetzt, bevor sie im späten 16. Jahrhundert zum virtuosen Soloinstrument wurden
Über die Musikerin:
Friederike Otto studierte von 2001-2006 an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn-Bartholdy“ in Leipzig bei Arno Paduch und am „Conservatoire National Supérieur Musique et Danse“ Lyon bei Jean-Pierre Canihac. Ein weiterführendes Studium an der Musikhochschule in Tilburg bei Maurice van Lieshout und William Dongois vertiefte die Kenntnis des gängigen Zinkrepertoires und weckte ein besonderes Interesse an der Musik vor 1600.
Sie kann bereits auf eine bemerkenswerte Konzerttätigkeit verweisen. So war sie u. a. bei den Operproduktionen „Il Giasone“ der Staatsoper Hannover, „L’incoronazione di Poppea“ der Staatsoper Hamburg und Glucks “L’Orfeo” des Opernhauses Kassel engagiert und konzertiert regelmäßig mit so renommierten Ensembles wie der LauttenCompagney Berlin, dem Johann Rosenmüller Ensemble, dem Thomanerchor und dem Leipziger Barockorchester.
„Der Tag des Zinks“: Sonntag, 18. November 2012, Schloß Wernsdorf (vor der Toren Bambergs), Vortrag 14 Uhr – Eintritt frei, Konzert 17 Uhr – Karten verfügbar an der Abendkasse.
Weitere Informationen:
www.capella-antiqua.de
(Der Link wurde am 08.11.2012 getestet.)
Bildunterschrift: Friederike Otto