Typisch Israel? Gibt es das? Israel ist ein Staat, in dem Menschen aus aller Herren Länder leben, ein Staat im Kern des Nahostkonflikts, ein Staat, der emotionalisiert, fasziniert, aber auch spaltet. Die Filmreihe "Faszination Israel" zeigt das Land aus unterschiedlichen Perspektiven. Welchen Blick werfen europäische Filmschaffende auf Israel bzw. den israelisch-arabischen Konflikt und was sind die Bilder, die Israelis von sich selbst schaffen oder gerne im Kino sehen?
Der Eröffnungsfilm, Maria Schraders Regiedebüt Liebesleben, am 6. April,11.00 Uhr, Rio-Filmpalast, Rosenheimer Straße 46, ist die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers der israelischen Autorin Zeruya Shalev. Er erzählt eine Geschichte über die faszinierende Kraft der Erotik und das Spiel von Macht und Unterwerfung. Jara hat einen netten Mann, eine schöne Wohnung, beste Aussichten auf eine Karriere an der Universität und eine Familie, die trotz einiger Schwierigkeiten zusammenhält. Doch als sie dem viele Jahre älteren Arie begegnet, gerät ihre scheinbar heile Welt vollkommen aus den Fugen. Eine Geschichte im heutigen Israel, die nicht vom Krieg im Krisengebiet handelt, und dennoch unterschwellig von ihm aufgeladen wird. Maria Schrader wird zur Eröffnung anwesend sein und nach der Vorführung über ihren Film sprechen.
Gezeigt werden weiterhin:
Walk on Water (6. April, 18.00 Uhr); Die syrische Braut (8. April, 19.00 Uhr); die Literaturverfilmung Beaufort (9. April, 19 Uhr); die Komödie Turn left at the End of the World (10. April, 19.00 Uhr) sowie der Film Private am 11. April, 18.00 Uhr.
Weitere Informationen:
Tel. (0 89) 4 80 06-6220
www.mvhs.de
(Der Link wurde am 26.03.2008 getestet.)
Bild: Szene aus dem Film Turn left at the End of the World.