Schon in der Steinzeit konnte der Mensch aus dem Flintstein messerscharfe Beile herstellen. Diese Flintbeile eigneten sich ideal für die Jagd, den Krieg und den handwerklichen Gebrauch.
Mit dem Beginn des globalen Handels im 3. Jahrtausend v. Chr. löste ein sagenhaftes Metall alle bisher bekannten Steinwaffen ab: die Bronze. Sie gilt als eine der ersten von Menschen erstellten Legierungen. Mit mindestens 60 Prozent Kupfer ist Bronze eine Legierung aus den Metallen Kupfer (Cu) und Zinn (Sn). Sie ist härter als reines Kupfer, hat aber im Vergleich einen niedrigeren Schmelzpunkt. Man darf bei den Waffenschmieden der Bronzezeit ein grundlegendes metallurgisches Wissen voraussetzen. Reines Kupfer ist relativ weich, Bronze hingegen weist eine hohe Festigkeit und Härte auf. Wissenschaftler wie Harald Meller, Matthieu Michler und Björn-Uwe Abels beschäftigten sich ausgiebig mit der Erforschung der europaweiten Handelswege in der Bronzezeit. Der globale Handel brachte Gold und Glas aus Persien, kunstvollen Schmuck aus Mykene, Bernstein aus dem Baltikum, Salz aus Hallstatt, Öl und Getreide aus Spanien zu den an Rhein, Main, Mosel, Elbe, Donau und der Saale lebenden Völkern. Von großem Interesse waren auch die Beile, Äxte und Speerspitzen aus Bronze, die ihren Weg in die heutige Pfalz fanden. In Rheinland-Pfalz gefundene Beilgussformen legen die Vermutung nahe, dass auch in heimischen Gefilden fleißig an der wehrtechnischen Aufrüstung gearbeitet wurde.
Kaum ein Metall kann auf die Erfolgsgeschichte zurückblicken wie Kupfer und seine Legierungen. Die Menschheitsgeschichte wurde sehr stark von diesem Metall beeinflusst und ist seit mehr als 6000 Jahren die Basis für immer neue, technische Innovationen. Selbst im 21. Jahrhundert besitzt Bronze eine überragende Stellung unter den Werkstoffen.
Ein Ereignis von besonderer Bedeutung war 2014 die Entdeckung der bronzezeitlichen Höhensiedlung auf dem Hohenberg, die zwischen dem rheinland-pfälzischen Annweiler und Birkweiler liegt. Ein Ehrenamtlicher, der im Auftrag der Landesarchäologie, mit einem Metalldetektor die Region abgesucht hatte, hatte dort mehrere Armringe, Speer- und Pfeilspitzen, Beile und Sicheln aus Bronze entdeckt und die Fachbehörde informiert. Der Leiter der Außenstelle Speyer der Direktion Landesarchäologie, Dr. Ulrich Himmelmann, datiert die einmaligen Funde in die späte Bronzezeit. Unter den kunstvollen Artefakten befand sich auch ein Randleistenbeil Typ Langquaid mit einem Gewicht von 454 Gramm. Das Beil ist ein Meisterstück der bronzezeitlichen Waffenschmiede und beeindruckt durch sein funktionsoptimiertes Design.