Fast jeder Mensch besitzt einen Koffer oder eine Reisetasche. Doch noch nie ist dieser meist unverzichtbare Reisebegleiter in allen seinen unterschiedlichen Facetten ausführlich beleuchtet worden – in der Ausstellung des Germanischen Nationalmuseums steht er ab 9. Dezember 2010 im Mittelpunkt.
Mit spannenden Geschichten rund um das Thema Gepäck bietet die Ausstellung eine ungewöhnliche Perspektive auf die wachsende Mobilität des Menschen. Etwa 200 Objekte zeigen die Entwicklung des Reisegepäcks von der Kutschentruhe im 18. Jahrhundert über den Eisenbahnkoffer und den Autokoffer bis zum modernen Trolley aus Hightech-Material.
Zum 175-jährigen Bestehen der ersten deutschen Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth widmet sich die Ausstellung besonders dem Reisen mit der Bahn. Der Umgang mit dem Gepäck bei Zugreisen war lange Zeit ein wichtiger Aspekt für die Entwicklung des Koffers.
Einer der Themenschwerpunkt belegt, womit Prominente reisen. Unterschiedliche Menschen stellen unterschiedliche Anforderungen an ihr Gepäck: Die Ausstellung zeigt die Gesindetruhe, den Seesack für den Marinesoldaten, den Schrankkoffer für den Filmstar. Und Gepäckstücke von beispielsweise Marlene Dietrich. Sie alle spiegeln die ganz individuellen Bedürfnisse ihrer Besitzer wider. So reiste die deutsche Filmdiva mit riesigen Schrankkoffern, die sie „meine Elefanten“ nannte.
Zur Ausstellung erschien ein farbig bebilderter Katalog mit Beiträgen zahlreicher Autoren: Reisebegleiter. Bearbeitet von Claudia Selheim.
Weitere Informationen:
www.gnm.de
Bildunterschrift: Plakatmotiv unter Verwendung einer Fotografie von Richard Fleischhut (1881-1951), Marlene Dietrich an Bord der „Bremen“, 1931. Copyright: Ingrid Peckskamp-Lürßen, Quelle: Deutsche Kinemathek - Marlene Dietrich Collection Berlin
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