Marianne Hoppe, auch die "preußische Duse" genannt, stand über sieben Jahrzehnte auf allen namhaften deutschsprachigen Bühnen ihrer Zeit und prägte das deutsche Theater entscheidend mit. Seit 1935 bestand die Arbeits- und später auch Lebensgemeinschaft mit dem aus Düsseldorf stammenden Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter Gustaf Gründgens, so gehörte sie von 1947 bis 1955 zu Gründgens’ Düsseldorfer Ensemble und kehrte bis in die 1970er Jahre immer wieder für einzelne Produktionen nach Düsseldorf zurück. Zu dem ungewöhnlich breiten Rollenrepertoire Marianne Hoppe zählten neben klassischen Parts auch solche in Dramen von Ionesco, Zuckmayer, Genet, Anouilh oder Dürrenmatt und Beckett. Eine neue künstlerische Herausforderung boten ihr im Alter die Stücke von Thomas Bernhard und Inszenierungen von Heiner Müller, Bob Wilson und Werner Schroeter.
Die Ausstellung des Deutschen Theatermuseums München, die 2009 anlässlich Marianne Hoppes 100. Geburtstags entstand und nun im Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf zu sehen ist, zeigt bisher unveröffentlichte Dokumente, Fotos, Korrespondenzen und Tagebuch-Aufzeichnungen aber auch persönliche Dinge aus dem Nachlass der Künstlerin. Ausschnitte aus filmischen Aufzeichnungen von Theaterinszenierungen, aus Spielfilmen und Interviews von und über Marianne Hoppe vermitteln einen faszinierenden Eindruck von dem breiten künstlerischen Spektrum dieser Schauspielerin. Die Hörstation "Porträt einer Stimme" macht anhand von Ausschnitten aus Lesungen nachvollziehbar, warum sie auch als eine der besten deutschen Vorleserinnen galt.
Quelle: Theatermuseum Düsseldorf
Eine Filmreihe im Filmmuseum Düsseldorf begleitet die Ausstellung.
Die Ausstellung ist vom 19. Februar bis 11. April 2010 im Theatermuseum Düsseldorf zu sehen.
Weitere Informationen:
www.duesseldorf.de
Bildtext (Detailaufnahme): Marianne Hoppe in Sartres "Die Fliegen" (1947). Foto_Liselotte Strelow
Der Link wurde am 19.02.2010 getestet.)