Barbara Gladysch bekommt den Jan-Wellem-Ring zurück
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Düsseldorf. - Barbara Gladysch, die Gründerin der Vereine "Mütter für den Frieden" und "Kinder von Tschernobyl", war 1997 für ihr herausragendes Engagement im außerparlamentarischen Raum mit dem Jan-Wellem-Ring der Stadt ausgezeichnet worden. Es gab und gibt Gründe, warum sie den Ring zurückgab und nun die Auszeichnung doch wieder zurückhaben wollte.
Die Pädagogin ermöglichte es Hunderten von Kindern aus den strahlenverseuchten Gebieten der Ukraine einige unbeschwerte Erholungswochen in Düsseldorf zu verbringen. Sie kümmerte sich aber auch um bosnische Flüchtlinge und unterstützte russische Soldatenmütter, die ihre Söhne nicht in den Tschetschenien-Krieg ziehen lassen wollten. Weil der damalige Oberbürgermeister Joachim Erwin 2008 ohne Begründung ihr gegenüber die Tibet-Flagge nicht vor dem Rathaus hissen wollte, gab sie aus Protest den Ring zurück. Dank der - so Gladysch - "freundlichen und zugewandten Art" von Oberbürgermeister Thomas Geisel hegt sie nun keinen Groll mehr und begehrte ihren Jan-Wellem-Ring zurück. "Ich möchte mit der Rücknahme des Rings friedlich mit der Vergangenheit und den Differenzen zwischen dem damaligen Oberbürgermeister und mir aufräumen und meinen Ring in Ehren halten", erklärte Barbara Gladysch. Dem folgte Oberbürgermeister Thomas Geisel und gab ihr - auf den Tag genau 21 Jahre nach der erstmaligen Übergabe des Jan-Wellem-Rings - am Sonntag, 9. September, in der Ehrenhalle des Rathauses den Ring zurück.
Barbara Gladysch setzt sich bis zum heutigen Tag für Flüchtlinge ein und ist ein leuchtendes Vorbild für ehrenamtliches Engagement und den Einsatz für den Frieden in der Welt. Es ist mir eine Freude, ihr den Jan-Wellem-Ring zurückzugeben", sagte Oberbürgermeister Thomas Geisel bei der feierlichen Rückgabe des Rings.
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