Die Ausstellung spürt den geheimen Wegen guter Küchen- und Kellertraditionen quer durch Europa an den Bodensee nach: Französische, italienische, österreichische Einflüsse haben das hervor gebracht, was wir heute die alemannische Küche nennen.
Die familiengerecht inszenierte Ausstellung klärt unterhaltsam darüber auf, ob Spätzle wirklich schwäbisch und Knöpfle badisch sind. Man erfährt, warum der obstreiche Thurgau spaßhaft "Mostindien" genannt wird, was ein "Belchenpfeffer" ist und warum Gangfische "geschossen" werden. Zu sehen sind unter anderem ein spätmittelalterlicher Bratapparat, die persönliche Teemaschine von Großherzogin Luise und anderes Tafelgeschirr, sowie längst vergessene Küchengeheimnisse der "gutbürgerlichen Küche". Vornehme Speisekarten aus Adelshäusern und kuriose Relikte aus alten Hotelpalästen sind spannend präsentiert.
Diese große Schau ist eine kulturgeschichtliche Reise durch die Traditionen einer Landschaft, in der noch immer gut gekocht und gerne genossen wird. Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch erschienen: "Die Welt im Topf – Kleine Kulturgeschichte der Bodenseeküche", reich bebildert, mit klassischen, aktualisierten Bodensee-Rezepten.
Regionale Partner haben sich zum kulinarischen Rahmenprogramm zusammengeschlossen und präsentieren ihre Produkte wie etwa Most, Feinkost, Bio-Bier, Gewürze, Schokolade und so genannte Biografie-Dinner berühmter Feinschmecker am Bodensee.
Weitere Informationen:
www.dagusta.de
www.rosgartenmuseum-konstanz.de
Bildunterschrift: Singvögel vom Markt. Foto: Rosgartenmuseum Kontanz
(Die Links wurden am 06.07.2010 getestet.)