"Es ist wie Pfeifen rückwärts", erklärt Liz Booker, Kaffee-Testerin von Starbucks Coffee International Inc., "bedarf aber etwas Übung". Doch von vorne.
Verkosten beginnt stets mit der Nase. Tief solle man den Duft des heißen Kaffees einatmen und versuchen, schon einmal die ersten Eindrücke von Aromen zu beschreiben. Dann presse man den Kaffeelöffel horizontal in die Tasse und schlürfen ungeniert, aber konzentriert. Mittels Schlürfen verteilt sich der Kaffee im Mundraum und erreicht die Geschmacksnerven an den Seiten der Zunge und an der Zungenspitze. Liz Booker: "Achten Sie auf die Säure." Säurereiche Sorten empfinden wir als spritzig, lebhaft und hell mit einem sauberen Abgang. Säurearme Sorten fühlen sich weich und rund an und haben einen langen Nachgeschmack. Ein weiteres Kriterium ist der Körper. Kaffee mit leichtem Körper fühlt sich leicht auf der Zunge an, Kaffee mit vollem Körper ist deutlicher zu spüren und man hat länger etwas vom Geschmack.
Der verkostete Colombia erweist sich als Kaffee mit mittlerem Körper und nussigem Geschmack, Guatemala antigua bringt milde Gewürznoten ins Spiel, im Sumatra-Peru Blend finden sich "liebliche Röstnoten", Aromen von Kräutern und Pilzen. Was schon darauf hinweist, dass Kaffee nicht nur zum Marmeladenbrot passt. Einige Sorten eignen sich als Begleiter zu Käse, andere passen zu Zitrusfrüchten, Nüssen, tropischen Früchten.
Hoch in der Gunst von Starbucks-Gästen steht der Espresso Roast mit seiner dichten karamellähnlichen Süße. Interessierte Gäste können sich in den Starbucks-Filialen einen Coffee-Passport, einen Kaffeepass geben lassen und darin quasi ein "Tagebuch" über die verkosteten Sorten führen.
Starbucks ist der weltgrößte Abnehmer von Fairtrade-Kaffee und arbeitet außerdem mit der Organisation Shared Planet zusammen. Fairtrade und Shared Planet stellen unter anderem kostendeckende Mindestpreise und existenzsichernde Löhne für die Bauern sicher, umweltbewusste Unternehmensführung, Verbot von Kinderarbeit etc.
Übrigens, wer Bücher übrig hat, kann sie im Advent in allen Starbucks-Filialen in Deutschland spenden. 2008 wurden über 10.000 Bücher gesammelt und an Bibliotheken, Krankenhäuser und Betreuungseinrichtungen verteilt.
Doris Losch
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Bildtext: Kaffee-Testerin Liz Booker von Coffee Starbucks. Foto: Doris Losch
(Die Links wurden am 29.10.2009 getestet.)