15.02.2008
Die reizvolle Rebenlandschaft vor der Kulisse schneebedeckter Gipfel steht für außergewöhnliche Weine. Heute sind über 5.000 Hektar in Südtirol mit Reben bestockt. Die Weinberge erstrecken sich in den Tälern entlang der Etsch zwischen Schlanders und Salurn und entlang der Eisack zwischen Bozen und Brixen. 98 Prozent der Weinberge sind in der sogenannten Weinbergrolle eingetragen und unterliegen den strengen DOC-Bedingungen. Zwar kommt nur ein Prozent der Weine Italiens aus Südtirol, dafür aber ist die Qualität beachtlich. Das vielfältige Rebsortiment ist das Ergebnis eines außergewöhnlichen Zusammenspiels unterschiedlicher Klimazonen und Böden. Rund 350.000 Hektoliter Wein werden in Südtirol jährlich erzeugt; 60 Prozent davon sind Rotweine, 40 Prozent Weißweine.
Drei wichtige Rebsorten werden mit Südtirol verbunden und haben hier ihre Wurzeln: der typische und weitverbreitete Vernatsch, der weltweit etablierte aromatische Gewürztraminer und der wiederentdeckte, kraftvolle Lagrein. Daneben werden aber seit über 150 Jahren auch alle wichtigen klassischen Rebsorten angebaut, von Weißburgunder über Goldmuskateller bis Blauburgunder und Cabernet. Hinzu kommen weiße Spitzenweine der Rebsorten Chardonnay, Pinot Grigio, Sauvignon, Sylvaner oder Müller-Thurgau. Manche dieser Sorten werden leider nur in relativ geringen Mengen ausgeführt. Man sollte sich deshalb bei einem der bei Münchnern so beliebten Urlaube in Südtirol – wer war noch nicht beim "Törggelen"? – einen solchen Genuss nicht entgehen lassen. brä